Im Geiste von Ray Charles
26. Mai 2010 | von admin | Kategorie: Künstler
David Sanborn feat. Joey DeFrancesco und Steve Gadd am Freitag, den 23. Juli 2010 beim palatia jazz Festival in der Klosterruine Limburg, Bad Dürkheim.
BAD DÜRKHEIM (SYM) – “Unter den großen Saxophonisten der letzten vier Jahrzehnte”, so schreibt der amerikanische Rolling Stone, “hat David Sanborn sich eine ganz eigene Identität erspielt. Er ist Jazz, er ist Funk, er ist Soul, er ist Pop, er ist Blues, er ist Rock. Das Beeindruckendste ist dabei, dass er sich mit einer Instrumentalstimme, sowohl kraftvoll als auch zärtlich, sinnlich und subtil zugleich, in jedem dieser Genres hervortut.” Mit seinem neuen Album “Only Everything” zollt er der Ästhetik von Ray Charles nun schon zum zweiten Mal Tribut. Wie beim ersten Anlauf “here & gone“ betrachtet Sanborn, der in St. Louis, Missouri aufwuchs und dessen Spiel maßgebend von Chicago-Blues-Musikern inspiriert wurde, seine kreativen Wurzeln auch diesmal aus einer neuen Perspektive. Denn wenn David Sanborn den Blues einer Revision unterzieht, dann wird er in die Zeit zurückkatapultiert, als er diese urwüchsige musikalische Quelle entdeckte und voller Neugier und Passion erforschte: Seine musikalische Stimme ist zutiefst menschlich, ein Aufschrei sowohl des Schmerzes als auch der Freude.
Daher gibt es nur wenige Musiker, die so sehr mit ihrem Instrument identifiziert werden, wie der Altsaxophonist David Sanborn. Ständig zwischen den Welten des Jazz, Rhythm’n'Blues und Pop hin- und herpendelnd, genießt er seit Jahrzehnten den Respekt der Fans dieser musikalischen Lager. Sanborn wuchs im Mittleren Westen der USA zu einer Zeit auf, in der der Jazz zu mutieren begann, aus den Jukeboxes kroch, neue Einflüsse aufsog, atmete, pulsierte und die Musik der Jugend war. Wie nur eine Hand voll anderer Altsaxophonisten in der Musikgeschichte – John Coltrane, Benny Carter, Johnny Hodges, Earl Bostic, Charlie Parker, Cannonball Adderley, Paul Desmond – kann man Sanborn sofort an seiner Klangfarbe identifizieren. In der Popwelt erspielte sich Sanborn seinen exzellenten Ruf, spätestens 1975 durch das herausragende Solo, das er zu David Bowies Hit “Young Americans“ beisteuerte. Als einer der meistbeschäftigten Session- und Live-Musiker seit den 1970er Jahren nutzte Sanborn stets geschickt die Chance, sich bei Auftritten an der Seite von großen Stars auch selbst in Szene zu setzen. Nicht nur Eric Clapton lernte so die Qualitäten des Saxophonisten zu schätzen, sondern auch andere Musiklegenden wie die Eagles, die Rolling Stones, James Taylor, Linda Ronstadt, Miles Davis, Bruce Springsteen und Stevie Wonder. Folgerichtig wurde sein Schaffen bis dato mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet. Auch als Gastgeber der legendären NBC-Musiksendung “Night Music“ ist Sanborn unvergessen.
Begleitet wird David Sanborn von dem Organisten Joey DeFrancesco und dem Schlagzeuger Steve Gadd. Der US-Amerikaner DeFrancesco gilt als einer der Hauptverantwortlichen für den Hammond-B3 Boom Anfang der 90er Jahre. Sein Album-Debüt gab er bereits mit 17 Jahren. Wenig später tourte er mit Jazzgrößen wie Miles Davis (Tour 1987/8, Aufnahme “Amandla“ 1989). Mitte der 1990iger Jahre arbeitete er viel mit seinem eigenen Trio und an der Seite von John McLaughlin.
Im Spiel von Steve Gadd verbinden sich die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse: Beginnend bei der Ära der Count Basie Big Band Sounds bis hin zum Fusion des jungen Chick Corea, liegt die Leidenschaft des US-Amerikaners insbesondere bei der Musik der großen Stilikonen, wie Herbie Mann, George Benson, Al Di Meola, Steely Dan, mit denen er weltweit Erfolg hatte. Das Publikum kennt seine Grooves insbesondere durch sein Spiel bei dem zeitlosen Evergreen „I Will Survive“.
David Sanborn feat. Joey DeFrancesco “Only Everything” (USA) – Besetzung
David Sanborn – alto saxophone
Joey DeFrancesco – hammond b3 organ
Steve Gadd – drums
Klosterruine Limburg – Open Air – inkl. kostenloser Bus
Luitpoldweg, 67098 Bad Dürkheim
Fr. 23. Juli 2010 | Beginn: 21.00 h | Vorprogramm “Mo’ Blow”: 19.00 h | Einlass: 18.00 h
Eintrittskarten ab 23,50 € bis 34,50 €