Die Klarinette

5. Februar 2011 | von admin | Kategorie: Instrumente

jazz-instrument-klarinetteUnsere beliebte Reihe der Jazz-Instrumente setzt sich fort: Dieses Mal wollen wir uns die Klarinette näher zu Gemüte führen und mehr über ihre populäre Bedeutung im Rahmen des Jazz erfahren. Erfahren Sie exklusiv bei uns, welche Wichtigkeit die Klarinette im allgemeinen Jazz-Geschehen einnimmt, welche Klarinettisten dieses besondere Instrument großartig geprägt haben und vieles mehr. Kommen Sie mit uns mit und begleiten Sie uns in eine Musikwelt, die jedes Jazz- und Klarinetten-Herz höher schlagen lässt …

Einleitend sei erwähnt, dass die Klarinette ein sogenanntes transponierendes Musikinstrument darstellt. Dies bedeutet, dass es sich hierbei um ein Instrument handelt, dessen gewöhnliche Notation nicht seiner wirklichen und tatsächlichen Tonhöhe entspricht. Stammend aus der Familie der Holzblasinstrumente weist die Klarinette eine vorwiegend zylindrische Bohrung auf. Darüber hinaus ist sie mit einem Mundstück, das sich durch ein einfaches Rohrblatt auszeichnet, ausgestattet.

„Klarinette“ bedeutet übersetzt „kleines Clarino“ – eine Bezeichnung, deren Ursprung sich darin ergründet, dass die Klarinette im hohen Register einen ähnlichen Klang aufweist wie die hohe Clarin-Trompete. So kam es auch, dass die Klarinette im Hinblick auf ihre spezifischen Klang-Charakteristika die Funktion der soeben erwähnten Clarin-Trompete im 18. Jahrhundert einnahm.

Spieler der Klarinette werden als sogenannte Klarinettisten bezeichnet. Sie sind entweder Teil eines sogenannten Jazz-Orchesters oder treten solo auf. Anmerkung: Sollten Sie Interesse an den Klängen sowie den allgemeinen musikalischen Facetten der Klarinette haben, so können Sie in dieses wunderbare Instrument gerne mal hinein schnuppern. Das Jahr 2011 präsentiert Ihnen großartige Neuerscheinungen von CDs und DVDs zum Anhören, Ansehen, Bestaunen und zum Genießen. Erleben Sie traumhafte Klarinetten-Klänge und tauchen Sie ein – in eine musikalische Jazz-Welt, die Sie wahrlich auf Wolke sieben schweben lässt.

Nun aber zurück zur Klarinette als bedeutendes Instrument des Jazz: Genau genommen nahm die Klarinette bereits im frühen Jazz eine besondere und äußerst wichtige Bedeutung ein. Sie galt als zentrales Instrument des generellen Jazz-Geschehens und bildete sich im Laufe der Jahre einen ansehnlichen Ruf als immer populärer werdendes Instrument. Den Höhepunkt ihres Erfolges erreichte die Klarinette im Rahmen der sogenannten Dixieland-Jazz- und Big-Band-Ära der 1930er- sowie 1940er-Jahre, als bedeutende Klarinettisten wie u.a. Artie Shaw, George Lewis, Sidney Bechet und Woody Herman die zur damaligen Zeit wahrlich erfolgreichsten Unterhaltungsmusikgruppen anführten. Von diesem populären Einfluss ausgehend begannen viele junge Menschen damit, das Spielen der Klarinette zu erlernen. Man könnte diesen damaligen Boom des Instruments der Klarinette fast mit dem sagenumwobenen Erfolg der Beatles vergleichen – auch dieser Ansturm brachte viele Menschen dazu, Rockmusik zu machen.

Als in den 1940er-Jahren die Beliebtheit der Big-Bands einen großen Rückschritt machte, verlor auch die Klarinette ihre zentrale Position im Rahmen des Jazz- und allgemeinen Musik-Geschehens. Die Klarinette vertrat zwar nach wie vor ihre Präsenz, galt jedoch nicht mehr als führendes und zentrales Instrument der damaligen Zeit. Genau genommen war es ein anderes Jazz-Instrument, das die Klarinette von Platz 1 verdrängte – nämlich das Saxophon. Obwohl die Klarinette seitens populärer Musiker wie u.a. Tony Scott, John Carter, Perry Robinson oder Buddy DeFranco für sowohl Bebop als auch Free Jazz eingesetzt wurde, gelang es der Klarinette bis heute nicht mehr, ihren alten Stellenwert der damaligen Zeit wieder zu erreichen.

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