Die Oboe

30. Oktober 2009 | von admin | Kategorie: Instrumente, Top-Artikel

OboeDie Oboe (veraltet auch als „Hoboe“ bezeichnet) ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt. Gemäß der Etymologie des Wortes ist zu sagen, dass „Oboe“ auf die französische Bezeichnung dieses Terminus, nämlich auf „hautbois“ (= hohes oder lautes Holz), zurückgeführt werden kann und dort ihren eigentlichen Ursprung besitzt.

Was den Aufbau einer Oboe betrifft, so sei festgehalten, dass diese aus sogenanntem Grenadill-, Buchsbaum- oder Ebenholz gebaut werden. Es existieren auch Oboen aus Rosenholz, Palisander, Cocobolo oder anderen exotischen Hartholzarten, wobei Instrumente aus solchem Material eher selten sind. Eine Oboe ist in etwa 65 Zentimeter lang und besitzt eine konische Bohrung. Aus diesem Grund überbläst die Oboe in die Oktave, was mittels Oktavklappen passiert. Die sogenannte Barockoboe ist die einzige Oboe, die über keine solchen Oktavklappen verfügt, wodurch sich das Spielen klarerweise in höheren Lagen als deutlich schwieriger gestaltet hat. Infolgedessen musste sich der Spieler für jeden Ton eine andere Grifftechnik überlegen.

Hinsichtlich des Tonumfangs der Oboe ist zu sagen, dass dieser überwiegend vom „kleinen“ b bis zum a‘‘‘ reicht. Da sich der Tonumfang von Oboe zu Oboe unterscheiden kann, ist es auch möglich, dass je nach Modell der Tonumfang auch schon beim kleinen a oder beim kleinen h beginnt. Es existiert eine spezielle Ansatztechnik, nämlich die sogenannte „Beißtechnik“, bei welcher der Oboist seine oberen und unteren Zähne gleichzeitig auf der Grundlinie der Schabung des Mundstücks der Oboe ansetzt. Infolgedessen wird durch diese Technik ein viel kürzerer Teil des Rohres zum Schwingen gebracht, wodurch sich auch noch höherer Töne, d.h. bis hin zum c‘‘‘, spielen lassen. Der Klang der Oboe gilt als äußerst ausdrucksstark und klingt damit von nasal-hell bis dunkel-samtig.

Natürlich existieren auch unterschiedliche Arten von Oboen. An dieser Stelle seien an folgende die bekanntesten europäischen angeführt:

  • Oboe
  • Oboe d’amore
  • Englischhorn
  • Oboe da caccia
  • Musette
  • Baritonoboe (Heckelphon)
  • Barockoboe

Weiters kann gesagt werden, dass die Oboe als beliebtes Instrument des Jazz gilt und somit auch ferner ihres klassischen Einsatzgebietes zahlreiche Verwendung findet. Als besonders erwähnenswert in diesem Zusammenhang gilt der französische Oboist Jean-Luc Fillon, dem es durch den Einsatz von Oboe und Englischhorn in seinen Stücken und Werken gelungen ist, der stärker improvisierten Jazz-Musik neue und vielseitige Impulse zu verleihen und ihr demnach natürlich noch nicht erfasste Klanghorizonte eröffnet hat. Der namhafte Saxophonist Yusef Lateef verwendet sehr oft die Oboe. Er ist dafür bekannt, die Oboe nach Art der arabischen Rhaita mit dem Rohr weiter im Mund zu spielen, wodurch ein scharfer, ja sogar schalmenartiger, Ton erzeugt wird. Als weiterer bekannter Oboist im Rahmen der Jazz-Szene gilt Paul McCandless, ein Mitglied der Gruppe Oregon. McCandless spielt durch seine Tabuteau-Technik eine verfeinerte Lorée, darüber hinaus Englischhorn sowie Heckelphon.

(Bildquelle: Hustvedt)

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