“It might get loud” und “Looking for Eric”

5. Januar 2010 | von admin | Kategorie: Jazz-Zeit-Filmprogramm, Top-Artikel

It might get loudJazz-Zeit.at präsentiert Ihnen hier eine kurze Vorstellung der beiden Filme “It might get loud” und “Looking for Eric”. Beide starten im Cinema Paradiso frisch ins neue Jahr 2010 und sind schon in der ersten Januar-Woche auf den Kino-Leinwänden zu “genießen”. Eine kleine inhaltliche Einführung soll Ihnen dabei helfen, Ihr Interesse für den jeweiligen Film zu entdecken.

 

It might get loud

USA 2008, R: Davis Guggenheim, K: Erich Roland, Guillermo Navarro, Sch: Greg Finton, Skip Lievsay, mit: Jimmy Page (Led Zeppelin), The Edge (U2), Jack White (The White Stripes), 97 min., OmU/OV

„It Might Get Loud“ ist der Musikfilm des Jahres. (Quelle: Tagesspiegel)

3 Gitarristen, 3 Generationen, 3 Mal Kult: Jimmy Page (Led Zeppelin), The Edge (U2) und Jack White (White Stripes) geben Einblick in ihre Liebe zur Musik, speziell zur stromverstärkten Gitarre. Die Stratocaster und die Gibson Les Paul sind die wohl berühmtesten E-Gitarren. Sie haben die Musikwelt verändert. Jack White baut eine Minimalversion: Er spannt einen Draht über ein Stück Holz, klemmt eine leere Colaflasche dazwischen und schließt sein Werk an einen Verstärker an. Jimmy Page zeigt stolz Teile seiner beeindruckenden Gitarrensammlung und erzählt wie “Stairway to Heaven” entstand. The Edge kramt in einer umfunktionierten Lagerhalle eine Original-Vierspulprobeaufnahme von „Where the Streets Have No Name“ hervor.

Davis Guggenheim, 2006 für „Eine unbequeme Wahrheit” mit dem Dokumentarfilm-Oscar ausgezeichnet, spürt in seiner mitreißenden Rockumentary der Geschichte der E-Gitarre nach. Dafür zeigt er kein Archivmaterial, sondern bringt drei lebende Legenden dazu, erstmals gemeinsam zu spielen. Da wird es richtig laut im Kinosaal.

Atmosphärisches, energiegeladenes Porträt dreier Gitarrengötter der Rockszene. (Quelle: Cinema)
Dieser Film ist eine Liebeserklärung an ein oft vergöttertes Instrument, ausgesprochen von drei seiner größten Liebhaber der Gegenwart. (Quelle: WAZ)
„It Might Get Loud“ bietet allen Rockfans, was sie von einer derart prominent besetzten Musikdoku erwarten können: Seltene Aufnahmen, persönliche Erinnerungen, lodernde Konzertmitschnitte und natürlich Einblicke in die innige Beziehung zwischen Musiker und Instrument. (Quelle: Frankfurter Rundschau)
So offenherzig und ehrlich hat ein Musikfilm seine Protagonisten selten gezeigt. Drei Giganten der Rockmusik, wie man sie noch nie gesehen hat – einfach nur mitreißen und beeindrucken lassen! (Quelle: arsenalfilm)

2008 Toronto International Film Festival, 2009 Sundance Film Festival, 2009 Berlinale


Looking for EricLooking for Eric

GB/F/I/B/Sp 2009, R: Ken Loach, B: Paul Laverty, K: Barry Ackroyd, Sch: Jonathan Morris, M: George Fenton, D: Eric Cantona, Steve Evets, John Henshaw, Stephanie Bishop, Lucy-Jo Hudson, Gerard Kearns, Stefan Gumbs, u.a., 116 min.

Eine herzerfrischende Komödie über die Kraft der Fantasie und die Solidarität der Herzen. (Quelle: Cinema)

Entwarnung. Das ist kein Fußballfilm. Das ist eine wunderbare Komödie. Fußballgott Eric Cantona spielt zwar eine wichtige Rolle, doch die Hauptrolle hat nicht der legendäre Linksaußen von Manchester United, sondern der Postbote Eric. Eric hat schon bessere Zeiten gesehen. Er ist allein erziehender Vater von zwei Halbwüchsigen Burschen. Seit Jahren trauert er seiner großen Liebe nach, mit der er eine Tochter hat. Für einen Neuanfang ist er zu feige. Als einer seiner Söhne auf die schiefe Bahn gerät, reagiert Eric hilflos und frustriert. Nicht einmal seine Kumpel bei der Post können ihn aufheitern. Zum Glück findet der Postbote Trost bei einem anderen Eric, bei Eric Cantona, dem legendären Fußballstar. Wie ein Engel erscheint dem Briefträger (nach einem Joint zuviel) sein großes Idol und erteilt gute Ratschläge. Bald gibt es wieder Hoffnungsschimmer im tristen Leben des Briefträgers. Am Ende triumphiert
man in einer wunderbaren Aktion von Solidarität gemeinsam gegen das Böse.

Erstmals seit gut 20 Jahren entscheidet sich der Maestro des sozialen Arbeiterdramas für die Form der Komödie, einer romantischen obendrein. Mit Leichtigkeit hält Ken Loach die Balance aus Witz und Verzweiflung und präsentiert einen warmherziger Wohlfühlfilm voll Realismus der märchenhaften Art. Und am Ende wird alles wieder gut. Allerdings nicht von alleine.

Diese rasante romantische Komödie ist ein wunderbar Wohlfühlfilm, so leichtfüßig wie Fußballgott Eric Cantona selbst. Höchst empfehlenswert, auch für Sportmuffel! Hamburger Morgenpost Cantona als Antidepressivum. (Quelle: taz)
‘Go see. It’s what cinemas are for!’ (Quelle: Word Magazine)
Wenn dann der ganze Fanclub nach gemeinsamer Beratung mit einer irren Idee aufbricht, um Eric aus der Patsche zu helfen, springt die Stimmung aus Arbeitersolidarität und Freundschaft von der Leinwand über und sorgt für beste Stimmung im Kino. (Quelle: Arte)

 

Info- und Ticket-Service:

Cinema Paradiso | www.cinema-paradiso.at
European Cinema of the Year 2006
CP Kino-BetriebsgesmbH
A-3100 St. Pölten, Rathausplatz 14

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