JAZZ.ART – Erster Jazz-Zyklus der Wiener Musikfreunde

25. Januar 2010 | von admin | Kategorie: Events

Distances-2Am 29. Jänner 2010 startet die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien mit JAZZ.ART ihren ersten Jazz-Zyklus. Bereits im Rahmen der programmatischen Festlegung für die Neuen Säle des Wiener Musikvereins, die im März 2004 eröffnet wurden, bestand die Idee, in den Vier Neuen Sälen Jazz-Konzerte zu veranstalten – und es fanden auch von Anfang an Jazz- Konzerte v.a. im Gläsernen Saal / Magna Auditorium statt. Thomas Quasthoff gab hier seine ersten Jazz-Konzerte im Wiener Musikverein 25. April 2005. Immer wieder fanden vereinzelt Jazz-Konzerte statt. Jene Jazz-Musiker (z.B. Jons Sass, Dave Liebman & Wolfgang Reisinger, Wolfgang Puschnig, Christian Muthspiel und Harri Stoyka), die im Gläsernen Saal spielten, zeigten sich nach den Konzerten stets über die Akustik als auch über die Stimmung im Gläsernen Saales / Magna Auditorium mehr als begeistert.

Auch vor den Vier Neuen Sälen fanden und finden Jazz-Konzerte auch im Großen Saal statt, zu Musikern, die hier das Publikum begeistert haben, zählen Jazz-Größen, wie das Oscar Peterson quartet, André Previn, K eith Jarrett, Friedrich Gulda und Thomas Quasthoff.

Mit dem Zyklus JAZZ.ART, der am 29. Jänner 2010 startet, soll ein verstärktes Augenmerk auf die bereits vorhandene Jazz-Tradition im Wiener Musikverein gelenkt und der Jazz als fixer Bestandteil im Programm des Wiener Musikvereins verankert werden.

 

Im Einzelnen besteht der Zyklus JAZZ.ART aus folgenden Konzerten:

Freitag, 29. Jänner 2010 um 20.00 Uhr – Gläserner Saal / Magna Auditorium

Norma Winstone , vocals

Klaus Gesing , saxophone, bass clarinet

Glauco Venier , piano

„Distances“

Norma Winstone ist die Grande Dame des britischen Jazz-Gesanges. Mit ihrem neuen Programm „Distance“ ist sie in den letzten eineinhalb Jahren in Europa auf große Aufmerksamkeit gestoßen. Dabei stellt die Kombination mit dem Pianisten Glauco Venier und dem Saxophonisten Klaus Gesing aufgrund der absoluten Harmonie zwischen den Künstlern einen echten Glücksfall dar. Das Programm umfasst neben Eigenkompositionen von Klaus Gesing und Glauco Venier Kompositionen und Texte von Eric Satie bis zu jenen von Peter Gabriel. Die gleichnamige CD „Distances“ wurde 2009 für den Grammy nominiert sowie mit dem Preis „Best Vocal Jazz CD 2008“ der Académie du Jazz Française ausgezeichnet.

 

Dienstag, 18. Februar 2010 um 19.30 Uhr – Großer Saal

Thomas Quasthoff , vocals

Bruno Müller , guitar

Frank Chastenier , piano

Dieter Ilg , bass

Wolfgang Haffner , percussion

„Take It Like It Is“

Bereits Thomas Quasthoffs erstes Jazz-Konzert im Großen Saal vor drei Jahren war ein enormer Erfolg. Für sein zweites Jazz-Konzert im Großen Saal hat Thomas Quasthoff nun ein Programm bestehend aus seinen absoluten Lieblingsstücken zusammengestellt. Dazu zählen u. a. „Tell it Like It Is“ von den Neville Brothers, „Rider in the Rain“ und „Short People” von Randy Newman.

 

Donnerstag, 11. März 2010 um 20.00 Uhr – Gläserner Saal / Magna Auditorium

Stephan Micus

Stephan Micus’ Musik ist in ihrer Einzigartigkeit keiner spezifischen Richtung zuordenbar. Sie ist nicht Weltmusik, denn mit seiner Musik und seinen Kompositionen schöpft er aus den bestehenden Musikkulturen der Welt. Für seine musikalischen Studien reist er in die jeweiligen Länder und lernt von den besten Musikern vor Ort das Spielen der Instrumente der jeweiligen Region. So hat er bei Djivan Gaparian das Spielen des „Duduk“, ein der Oboe nicht unähnliches Rohrblattinstrument, gelernt. Mit seinem Bestreben, die Instrumente bei den ursprünglichen Meistern zu erlernen, hilft er versinkende Musikkulturen zu bewahren, da diese Instrumente oft nur noch von einigen wenigen Menschen gespielt werden können. So hat seine Musik einen folkloristischen Einschlag, aber auch eine Nähe zum Jazz, da er seine Musik aufgrund dieser weltweit gesammelten Erfahrungen in seinem Studio auf Mallorca zusammenstellt.

 

Mittwoch, 19. Mai 2010 um 20.00 Uhr – Gläserner Saal / Magna Auditorium

Vassilis Tsabropoulos , piano

Anja Lechner , violoncello

U. T. Gandhi , percussion

„ Melos”

Vassilis Tsabropoulos ist ein in Griechenland sehr bekannter klassischer Pianist und Komponist. Die Kombination für das heute bestehende Trio Melos begann bei der Arbeit an einer Duo-Platte mit Anja Lechner, der Cellistin des Rosamunde Quartetts. Gemeinsam übten, probten und studierten folglich einige Werke von Georges I. Gurdjieff und Tsabropoulos ein. Aufgrund des großen Erfolgs dieser Einspielung hat sich das Kern-Duo Tsabropoulos/ Lechner mit U. T. Gandhi, einem vorzüglichen Schlagzeuger aus Italien, zum Trio „Melos“ zusammengeschlossen. Deren Musik lässt sich, sofern man Musik beschreiben kann, als leichte, schwerelose Klänge mit einem leichten Einschlag sakraler Musik inklusive Vorstößen in die Welt des Orients beschreiben.

Abschließend sei noch erwähnt, dass der Jazz im Wiener Musikverein nicht allein auf den Zyklus Jazz-Art beschränkt bleiben wird. Vielmehr wird der Jazz als eigene Musikrichtung auch unabhängig davon einen wichtigen Teil im Gesamtprogramm einnehmen.

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