John Scofield

29. Oktober 2009 | von admin | Kategorie: Künstler, Top-Artikel

John ScofieldJohn Scofield, ein berühmter und hoch talentierter amerikanischer Jazz-Gitarrist und Komponist, wurde am 26. Dezember 1951 in Dayton in Ohio geboren, wuchs jedoch in Wilton in Connecticut auf. Im Alter von elf Jahren begann Scofield Gitarre zu spielen. Aufgrund seines großen Talents verschaffte er sich somit Platz in unterschiedlichen Bands – sei es an der High School oder in Rock- und Bluesgruppen.

Seine Beziehung zur Musikrichtung des Jazz konnte Scofield jedoch erst aufbauen, als er durch einen seiner Lehrer mit der Musik von Wes Montgomery, Jim Hall und Pat Martino in Berührung kam. Ab diesem Zeitpunkt bestimmt der Jazz sein Leben und so kam es auch, dass er sich entschloss, von 1970 bis 1973 Jazz am Berklee College of Music in Boston zu studieren. Dort gehörten Mick Goodrick, ein namhafter amerikanischer Jazz-Gitarrist, sowie Gary Burton, ein amerikanischer Jazz-Vibraphonist, mit dem Scofield später gemeinsam spielt, zu seinen Lehrern. Bis dahin gelang es ihm jedoch nicht, sich einen richtigen Namen im Jazz-Geschäft zu verschaffen.

Erste bedeutsame Aufmerksamkeit in der Jazz-Szene gewann Scofield, als sein Lehrer Mick Goodrick ihn als Ersatzmann für ein wichtiges Konzert in der Carnegie Hall mit Gerry Mulligan und Chet Baker vermittelte. Ab diesem Zeitpunkt war Scofields Name im Rahmen der Jazz-Musik bekannt. Der richtige Durchbruch war jedoch erst geschafft, als Scofield Mitglied der sogenannten Billy Cobham / George Duke – Band wurde. Er beschränkte sich fortan jedoch nicht ausschließlich auf seine Musik in der Band, sondern spielte stattdessen ebenso mit zahlreichen berühmten Jazz-Künstlern wie beispielsweise Charles Mingus, Herbie Hancock, Chick Corea, Joe Henderson, Pat Methemy, McCoy Tyner, Bennie Wallace und Jim Hall. Am Ende der 1970er Jahre startete Scofield als Trio gemeinsam mit Steve Swallow und Adam Nussbaum eine erfolgreiche Tournee.
Einige Jahre nach seiner Tournee, die sich wie bereits erwähnt als voller Erfolg erwies, startete Scofield eine 3,5 Jahre dauernde musikalische Zusammenarbeit mit Miles Davis. Die durch diese Kooperation entstandene Musik war durch einen äußerst improvisierten und funkigen Jazz gekennzeichnet.

Nachdem Scofield im Jahre 1989 einen bis 1996 währenden Vertrag bei „Blue Note Records“ unterschrieben hatte, initiierte er gemeinsam mit dem Saxophonisten Joe Lovano, einem Freund aus seiner Zeit am Berklee College of Music in Boston, eine überwiegend als Quartett oder Quintett agierende Band, die genau genommen zu den exponiertesten Vertretern der Richtung Funk-Jazz zählt.

Heutzutage zählt John Scofield nach Richard Cook, gemeinsam mit Bill Frisell und Pat Metheny, zu den berühmtesten, einflussreichsten sowie wahrhaftig bedeutendsten Jazz-Gitarristen seit der Zeit, in der das Jazz-Talent Wes Montgomery gewirkt hatte.

(Bildquelle: Michael Hoefner ; http://www.zwo5.de)

Kommentar schreiben