Rückblick auf das „Jazz Fest Wien 2009“
29. Oktober 2009 | von admin | Kategorie: Events, Leitartikel, Top-Artikel
Das Jazz Fest Wien 2009 ist vorbei und wieder einmal hat es sich auch im bereits 19. Jahr seines Bestehens seine hervorragende Position in der Spitzengruppe der internationalen Quality Music Festivals gesichert. Jazz-Fans können es jedes Jahr kaum erwarten, wenn Ende Juni bzw. Anfang Juli die außergewöhnliche Jazz-Wochen starten und der aufregende Konzertreigen nach monatelanger Arbeit beginnt. Auch dieses Jahr konnten Jazz-Liebhaber wieder großartige Momente genießen.
Eröffnet wurde das Jazz Fest Wien 2009 am 29. Juni auf dem Wiener Rathausplatz – und zwar durch ein erstaunliches Eröffnungskonzert von Armenian Spirit, das mit einer Mischung aus armenischer Folklore und Jazz die Fans zum Staunen brachte. An den weiteren Abenden traten neben den österreichischen Künstlern / Gastgebern – vertreten durch die Bühnenpräsenzen und Auftritte von Otto Lechner, Mike Ottis, Karl Ritter. Georg Breinschmids Café Jazz und Flugfeld – auch zahlreiche Musiker aus aller Welt auf. Mit ihren unterschiedlichsten Jazz-Stilen zeigten sie dem Publikum, wie vielseitig die Musikrichtung des Jazz eigentlich ist.
Weitere Höhepunkte des Jazz Festes Wien 2009 waren unter anderem der amerikanische Gitarrist John Scofield, der neben dem Jazz selbst auch noch Funk mit einbrachte sowie Lionel Loueke, ein neuer gerade aufstrebender Saitenstar aus dem afrikanischen Karibu. Als besonders sehenswert galt der britische Gitarrist James Hunter, dem es mit seiner Blues-Soul-Mischung wahrhaftig gelang, die Brücke zum Auftritt der Soullegende Solomon Burke herzustellen. Echte Jazz-Fans waren von seinem Talent fasziniert – Fazit: ein weiterer gelungener Auftritt, ja sogar Höhepunkt, im Rahmen des Jazz Festes Wien 2009.
Neben erfolgreichen männlichen Jazz-Künstlern glänzten natürlich auch zahlreiche weibliche Musiker ; Diven-Power war angesagt und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in diesem Sinne sprechen wir natürlich wieder von einer internationalen Gästeliste: Mit dabei waren unter anderem Mercedes Sosa, die „grande dame“ der argentinischen Folklore und Marianne Faithfull aus Großbritannien, die sich musikalisch, ebenso wie die amerikanische Sängerin Madeleine Peyroux, bereits seit Jahren zwischen Pop und Jazz bewegt.
Ein großes Highlight war schlichtweg natürlich auch der Auftritt des berühmten Buena Vista Social Clubs aus Kuba mit seiner Sängerin Omara Portuondo. Mit ihrer grandiosen Bühnenpräsenz bewiesen sie wieder einmal, dass Alter vor guter Stimmung nicht schützt. Es folgten noch viele weitere hervorragende Aufführungen – ganz im Sinne des Jazz und seiner zahlreichen Facetten.
Fazit: Das Jazz Fest Wien 2009 war ein großer Erfolg – genau genommen ein Spektakel, das auf seine eigene individuelle Art und Weise gezeigt hat, dass Jazz einen wichtigen Bestandteil der Musik darstellt und dass es grandiose und talentierte Künstler gibt, die dies in diesen Wochen wieder einmal mit Bravour bewiesen haben. Unterschiedliche Nationen präsentierten ihren eigenen Jazz-Stil und haben damit klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, wie facettenreich die Musikrichtung des Jazz eigentlich ist.
!!! Jazz-Fans aufgepasst !!!
Jazz Fest Wien 2010: 28. Juni – 09. Juli 2010
(Bildquelle: www.sxc.hu)
Sie möchten Songtexte übersetzen lassen? Wir bieten Übersetzungen in fast alle Sprachen der Welt.